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Elektromobilität
Stand: August 2010
Elektromobilität: Erneuerbare Energien tanken
Klimafreundlich mobil sein
Elektrische Fahrzeuge können der
maßgebliche Baustein einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie sein: Klima und Umwelt schonend, nutzerfreundlich und wirtschaftlich. Jedoch sparen Elektroautos nur dann wirksam Treibhausgase ein, wenn sie erneuerbar tanken. Das Bundesumweltministerium entwickelt daher Möglichkeiten, die
Koppelung an Strom aus erneuerbaren Energien zu verwirklichen.
Impulse zu Weiterentwicklung und Ausbau der Elektromobilität
1 Million Elektroautos bis 2020 auf Deutschlands Straßen - dieses Ziel setzte sich die Bundesregierung in ihrer Koalitionsvereinbarung im Herbst 2009. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, lud die Bundesregierung am 3. Mai 2010 zu einem nationalen Gipfel Elektromobilität in die Hauptstadt ein. Rund 500 Gäste folgten der Einladung, um gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel, den Bundesministern Brüderle und Ramsauer, Bundesministerin Schavan und der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Frau Heinen-Esser einen Impuls zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Elektromobilität in Deutschland zu setzen.
Nationale Plattform Elektromobilität
Bundeskanzlerin Merkel betonte in ihrer Rede die partnerschaftliche Verantwortung der Politik und der privaten Wirtschaftsakteure für die wichtige Zukunftstechnologie. Dementsprechend veröffentlichten Industrie und Bundesregierung im Rahmen des Elektromobilitätsgipfels eine
Gemeinsame Erklärung, in der sich beide Seiten auf ein gemeinsames Verständnis und gemeinsame Ziele einigten und sich zu konkreten Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität verpflichteten. Damit startete auch
die
"Nationale Plattform Elektromobilität". Diese Plattform soll in sieben Arbeitsgruppen mit je circa 20 hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Kommunen,
Verbänden und Zivilgesellschaft die Bundesregierung zu spezifischen Themenfeldern der Elektromobilität beraten.
Klimaschutz und Ressourcenstrategie
Elektromobilität liefert einen wichtigen Beitrag des Verkehrssektors zur Einhaltung der Klimaziele. Dies ist aber nur möglich, wenn der genutzte Strom aus zusätzlichen Quellen erneuerbarer Energien stammt, denn nur dann haben Elektroautos eine wesentlich bessere CO2-Bilanz als zum Beispiel Dieselfahrzeuge. Zudem ist es wichtig, die Ressourcen zu schonen und das Recycling von endlichen Rohstoffen wie zum Beispiel Lithium oder Kobalt vorzusehen. Bei den jetzigen Entwicklungsprozessen von Batterien und anderen Komponenten sollte deshalb gleichzeitig schon die Entwicklung von Recyclingsystemen erfolgen. Nur dann könne das Recycling später technisch und wirtschaftlich sinnvoll durchgeführt werden.
Mobilität auf neuen Füßen
Elektromobilität stellt die alltägliche Mobilität auf neue Füße. Elektrische Antriebe für Pkw (und andere Fahrzeuge) sind dabei das Herzstück. Elektromotoren arbeiten im Fahrzeug mit einem weitaus höheren energetischen Wirkungsgrad als herkömmliche Otto- und Dieselmotoren. Spielend setzen sie über 90 Prozent der eingesetzten Energie in Vortrieb um – mehr als dreimal soviel wie ihr konventionelles Gegenstück. Zusätzlich sind Wirkungsgrad und CO2-Bilanz des verwendeten Stroms zu betrachten. Elektrizität aus erneuerbaren Energien ist praktisch CO2-frei. Der Strom für 100 Kilometer mit einem elektrischen Stadtauto kostet bei Verwendung von Ökostrom weniger als 4 Euro.
Schrittweiser Übergang zu neuen Effizienztechnologien
Auch wenn auf absehbare Zeit der Verbrennungsmotor seine Bedeutung für den Verkehr behalten wird und hier weitere Effizienzverbesserungen auf der verkehrspolitischen Agenda bleiben müssen, gilt es, bereits heute den schrittweisen Übergang zu neuen Effizienztechnologien zu gestalten. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, muss Deutschland zum Leitmarkt der Elektromobilität werden. Mit dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität hat die Bundesregierung im August 2009 eine abgestimmte Strategie vorgelegt, die für Industrie und Verbraucher den Weg in eine umweltverträgliche, wirtschaftliche und nutzerfreundliche Zukunft aufzeigt.
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